Save-the-Date! Herzliche Einladung zur Lutherstunde 2027 am 18. Februar.
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Veranstaltungsort
Nürnberg
TeilnahmegebührWir freuen uns über eine Spende für unsere Arbeit.
VeranstalterEB Bayern
Veranstaltungen
Studientag “Auf den Spuren der Täufer in Bayern – Eine Spurensuche”
Am 8. November 2025 fand der 3. Studientag des Evangelischen Bundes Bayern in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof in Augsburg statt.
Am Vormittag machte Oberkirchenrat Michael Martin Station mit der Lesereise „Täuferisches Leben in Bayern“ und nahm die Zuhörer:innen mit hinein in die wechselvolle Geschichte der Täufer in Augsburg. Dabei zeigte er differenziert auf, wie um die Fragen nach Kindertaufe, Eid und Wehrdienst nicht nur mit der Obrigkeit sondern auch untereinander gerungen wurde. Die leidvolle Geschichte der Täuferkirchen war Thema genauso wie die Dialogprozesse der letzten Jahrzehnte. Dass das Jubiläum der Confessio Augustana 2030 sich zum 500. Mal jährt und große Feierlichkeiten und die Konferenz des Lutherischen Weltbundes erwartet wird, ist Anlass, hier weiterzugehen und im Dialog und in Verständigung nicht nachzulassen mit dieser kleinen Kirche, die wie die Lutherische aus der Reformation hervorgegangen ist.
Am Nachmittag lud dann der mennonitische Prediger und Spezialist für Augsburger mennonitische Kirchengeschichte Wolfgang Krauß zum Stadtspaziergang „Auf den Spuren der Gartengeschwister“ durch Augsburg ein. Ausgehend von der Annakirche übers Augsburger Rathaus bis zur Barfüßerkirche, vorbei an der Augsburger Wasserwirtschaft, bis hin zum Augsburger Dom zeigte er wichtige Stationen der täuferischen Geschichte Augsburgs. Er stellte wichtige Männer und Frauen, wie Hans Denk, Hans Hut, Pilgram Marpeck und Susanna Daucher vor, die sich meist unter Einsatz ihres Lebens um die Täufer in Augsburg verdient gemacht hatten. Die Gruppe erfuhr von Anfeindungen, Inhaftierungen und Hinrichtungen, wollten Täufer ihre Lehre nicht widerrufen. Zuletzt kam auch Krauß auf die Dialogbemühungen zwischen lutherischer, römisch-katholischer Kirche und mennonitischer Kirche zu sprechen. Mit Michael Martin war er sich einig, dass das Schuldbekenntnis und der gemeinsame Versöhnungsgottesdienst in Stuttgart 2010 als Start- und nicht Endpunkt für einen Dialogprozess anzusehen ist, der noch weiter geführt werden muss. Die mennonitischen Jubiläen der nächsten Jahre bis 2030 bieten auch hier reichlich Anknüpfungspunkte.
JE/TN
Begegnungsfahrt für Studierende nach Prag vom 30. Oktober bis 3. November 2024
Wie leben Christen in einer säkularen Gesellschaft?
36 Teilnehmende aus Europa nutzten die Tage der Begegnungsfahrt für Studierende nach Prag für viele neue Eindrücke und Antworten auf ihre zahlreichen Fragen.
U.a. mit Mönch Thomas Cyril im Brevnov-Kloster, an der Uni mit gegenseitigen Präsentationen der kirchlichen Situation und ihrer Mitglieder in Deutschland und Tschechien, beim Treffen mit einer Pfarrerin der böhmischen Brüder, die Gottesdienste für Kirchenferne in einem Rockclub anbietet.
Außerdem gab es einen Stadtspaziergang zur böhmischen Reformation und eine Führung durch die neurenovierte Evangelische Fakultät durch den Geschäftsführer. Überall wurden wir sehr gastfreundlich empfangen und Prag zeigte sich im von seiner goldenen Seite.
Der Evangelische Bund konnte die Begegnungsfahrt für Studierende zum zweiten Mal durchführen in bewährter Kooperation mit der Studierendenpfarrerin Jana Hofmanová der Böhmischen Brüder und Vera Fritzová vom internationalen Büro der Evangelischen Fakultät der Karlsuniversität. Von bayerischer Seite war wieder dabei die ESG Bayreuth verstärkt durch die KHG Bayreuth und die ESG Bamberg mit einer Mischung aus Hauptamtlichen und ESG-KHG-Studierenden.
Neu und sehr bereichernd war die Kooperation mit den katholischen und evangelischen Religionspädagogik-Lehrstühlen der Universität Bamberg. Professorin Stefanie Lorenzen und Professor Linder bereiteten mit ihren Studierenden die inhaltlichen Einheiten vor, wovon auch die ESG- und KHG-Studierenden mit Interesse profitierten.
Auch das Sightseeing und die Kneipenkultur kam nicht zu kurz.
Das Fazit einer Teilnehmerin lautete: „die Kirche schrumpft hier noch schneller als bei uns und das Geld wird auch knapper, aber trotzdem sind die Pfarrer und Pfarrerinnen, auch der katholische Mönch, hier viel zuversichtlicher als bei uns. Mich hat beeindruckt, wie schwer es die Pfarrer/innen im Sozialismus hatten, auch ihre Familien wurden drangsaliert. Die Pfarrer/innen und auch der Mönch haben deutlich beschrieben, wie dankbar und auch demütig sie sind, heute in Freiheit zu leben. Vielleicht sind sie deswegen zufriedener und auch zuversichtlicher.“
JE/TN
Studientag “Verdammt nochmal? Unser Glaube! – Wie umgehen mit den Verdammungsformeln im Augsburgischen Bekenntnis (CA)?” am 19. Oktober 2024
Der Studientag “Verdammt nochmal? Unser Glaube! – Wie umgehen mit den Verdammungsformeln im Augsburgischen Bekenntnis (CA)?” fand in Kooperation mit dem Evangelischen Annahof in Augsburg unter Leitung von Dr. Martin Beck und Dr. Jennifer Ebert vom Evangelischen Bund Bayern statt.
Professor em. Gunther Wenz referierte zur Einordnung und Bedeutung der Verdammungsformeln in der CA und im Konkordienbuch. Die anschließende Lektürerunde in zwei Kleingruppen beschäftigte sich dann auch mit Auszügen aus der CA.
Oberkirchenrat a.D. Michael Martin, Ökumenereferent der ELKB, erläuterte am Nachmittag, welche Dialogherausforderungen und -erfolge es seitdem mit den Täuferkirchen gibt. Dass er selbst Pastor der Münchner Mennonitengemeinde war und als Leiter der Abteilung C Ökumene an wichtigen Papieren mitgearbeitet hatte, machte seinen Vortrag und die anschließende Lektüregruppe sehr interessant.
Die Mischung aus Vortrag und Lektüre wurde von den Teilnehmenden sehr gerne angenommen, gerade der direkte Austausch mit den Referenten, die die Lektüregruppen selbst moderierten, war dabei ein besonderer Gewinn.
Wir freuen uns, auch diesmal wieder einige Prädikant:innen für dieses Format gewonnen zu haben, eine Zielgruppe, die der Evangelische Bund Bayern derzeit stärker in den Blick nimmt. Aber auch Pfarrpersonen und interessierte Bürger der Stadt folgten der Einladung in den Annahof.
Der dritte Studientag wird 2025 stattfinden und soll aus Lesung und Stadtspaziergang zum täuferischen Bayern durch Augsburg bestehen.
JE/TN
Studientag “Echt jetzt? Unser Glaube!” am 11. März 2023

@Jennifer Ebert
Der Studientag in Augsburg nahm das Augsburgische Bekenntnis (CA) kritisch beim Wort.
Die Professoren Dr. Walter Sparn und Dr. Michael Kuch führten kompetent, genau und nachhakend in die CA ein. Zwischen Textbetrachtung, Vortrag und Diskussionsrunden blieb auch Zeit für das schöne Augsburg!
Der nächste Studientag findet im Herbst 2023 statt.
Verdammt nochmal?! Unser Glaube!
Wie umgehen mit den Verdammungsformeln gegen Täufer im Augsburgischen Bekenntnis?
JH
Bericht zum Workshop-Wochenende „War in peaceful times?“ für Studierende vom 25 bis 27. November 2022 in Bayreuth
Nach Ankunft, Zimmerbelegung und erstem Kennenlernen traf sich die Gruppe aus Studierenden (Tschechien, Ukraine, Schweden, USA, Deutschland) mit den Referent*innen nach dem Abendessen zum Vortrag von Nicolai Teufel von der Universität Bayreuth, der kurzfristig für den wegen Krankheit ausgefallenen Redner Dekan Uland Spahlinger eingesprungen war. Das Thema des Vortrags unterstützt mit Powerpoint und Bild- und Videomaterial war die aktuelle Lage in der Ukraine im Allgemeinen, die kirchliche Situation vor Ort und die Bemühungen im wissenschaftlich-universitären Sektor um Unterstützung der ukrainischen Kolleg*innen in der Ukraine und in Deutschland konkret. Unterstützt wurde Herr Teufel von der Studentin Ogsana, die von ihrer Arbeit des ukrainischen Clubs an der Universität Bayreuth berichtete und auf verschiedene Veranstaltungen hinwies. Das Angebot eines Techno-Abends auf dem nahegelegenen Campus der Universität, wurde von den internationalen Studierenden mehrheitlich nach der Veranstaltung besucht.
Nach Frühstück und Morgenandacht durch Pfarrerin Ebert folgte der Vortrag von Dr. Uwe-Karsten Plisch zum Thema „Peace in biblical perspective“ und danach der Vortrag von Pastor Pavel Ruml zu „church and army“ aus der Sicht eines Militärseelsorgers. Beide Referenten kamen mit den Studierenden ins Gespräch, was durch die besondere Situation begünstigt wurde, dass beide Referenten das ganze Wochenende anwesend waren und an allen Veranstaltungen teilnahmen. Die kontroverse Fragestellung zwischen gewaltfreiem und gewaltvollem Reagieren bei einem Angriff wurde hier angeregt von den Studierenden diskutiert auch im Hinblick auf biblische und theologische Aspekte und kirchentradierte Haltungen.
Nach Mittagessen und Stadtrundgang mit Pfarrer Heinrich Busch (ESG Bayreuth) konnte das Thema Gewaltfreiheit als aktive Erfahrung bei dem Einführungskurs von Eva-Johanna Rosa (zertifizierte NVC-Trainerin) zu Gewaltfreier Kommunikation kennengelernt werden. Die aktive und offene Gruppe konnte sich gut auf die Impulse und Übungen einlassen und gab zu dieser Einheit sehr gutes feedback.
Nach der Kaffeepause wurde aus Tschechien eine Journalistin von AP (Associated Press) zugeschaltet, die vortrug, inwieweit sich das journalistische Arbeiten angesichts des Krieges in der Ukraine vor Herausforderungen, Dilemmata und Hinterfragen der eigenen Kriterien gestellt sieht. Sie berichtete intensiv von ihren bisherigen Erfahrungen mit Kriegsberichterstattung und konnte authentisch einen Einblick geben in diese Arbeit zum Workshop „Power of media – media and war“.
Der Abend wurde in der ESG Bayreuth mit gemeinsamem Friedensliedersingen der verschiedenen Kirchentraditionen beschlossen. Es gelang, viele Lieder zu finden, die sowohl in englischer, tschechischer und deutscher Sprache vorliegen und so einen stimmungsvollen Abschluss des Tages zu gestalten. Frau Kirchenkantorin Ulrike Heubeck unterstützte dabei am Klavier.
Der Sonntagmorgen wurde von den Studierenden genutzt, sich vor dem Gottesdienst noch das markgräfliche Opernhaus anzusehen. Der Gottesdienst in der Spitalkirche wurde vom ökumenischen Gospelchor der ESG/KHG umrahmt. Pastor Pavel Ruml predigte, Pfarrer Heinrich Busch übernahm unterstützt von den internationalen Studierenden die Liturgie und auch die mehrsprachigen Friedenslieder konnten nochmal erklingen. Eine weitere Veranstaltung in Kooperation von Ev. Bund Bayern, ESG Bayreuth und Böhmischen Brüdern wird angestrebt.

@Jennifer Ebert





